Heute habe ich die erste Stadtführung zum Thema „Deutsche in Kiew. Die Obere Stadt“ mit einem Touristenweg, der ganz neu für Kiew ist, für die Kollegen und Vertreter einiger deutschen gesellschaftlichen Organisationen gemacht.

Wir haben viele mit deutschen Spuren in Kiew verbundenen Baudenkmäler gesehen sowie über die bekannten Deutschen und Personen deutscher Herkunft, deren Leben oder Werk mit Kiew verknüpft war, gesprochen. Unter anderen auch über Johannes-Ludwig Schmalhausen, Theodor-Richard Ernst, Oswald-Eckhart Burghardt, Jewgenija Bosch, Dmitri Grawe, Sergei Witte, Reinhold Glière, Heinrich Neuhaus, Aleksander Walther, Wladimir Betz, Friedrich Ferdinand Anders, Ernst Rudolf von Trautvetter, Johann Heinrich Hochhuth, Otto Schmidt, Amand Jegorowitsch Struve, über die Sie die Beiträge auf dieser Webseite in der Rubrik „Deutsche in Kiew“ finden können.

So betrachteten wir beispielsweise die architektonischen Perlen im Barock-, Renaissance-, Ziegel-, Jugend-, sogenannten Kiewer- und sowjetischen Neoklassizismus-Stil, die von den deutschen Architekten in Kiew gebaut wurden.




Eine der Stationen bei dieser Stadtführung befand sich neben dem Wohnhaus von Wladimir Betz, an dem Deutscher Stammtisch Kiew bereits seit Jahren in einem gemütlichen Café stattfindet.

Wir haben über die Bedeutung von vielen bekannten mit Kiew verbundenen Deutschen für Kiew, die Ukraine, ehemaliges Russisches Reich und die Sowjetunion gesprochen.



Die Stadtführung wurde neben dem einzigartigen Botanischen Garten im Zentrum der Stadt beendet. In der Gründung und in der Geschichte des Botanischen Gartens spielten die deutschen Botaniker jahrzehntelang die wichtigste Rolle.
Ich bin völlig davon überzeugt, dass man mehrere interessante Touristenwege zum Thema „Deutsche in Kiew“ mit der Zeit entwickelt werden kann (Bereits jetzt habe ich zum Beispiel von 6 bis 7 Varianten solcher Stadtführungen in verschieden historischen Teilen Kiews entwickelt). Denn es gibt eine Menge von interessanten sehenswerten Baudenkmälern in jedem historischen Teil Kiews und sogar in Vororten der Hauptstadt der Ukraine. Denn die deutsche Gemeinde in Kiew hat einen wichtigen Beitrag in die Entwicklung der Stadt geleistet. Der Verfasser des Reiseführers durch Kiew Konstantin Scherozkij schrieb Anfang des 20. Jahrhunderts: „Die Deutschen, die sich in Kiew niedergelassen hatten, schufen eine ganze Epoche in der Entwicklung der Stadt. Sie gründeten hier Apotheken und Fabriken, waren erste Professoren an der Universität, Schauspieler, Buchdrucker, Architekten, Verwaltungsmitarbeiter“.
Beitrag erstellt von Pavlo Miadzel