Höhlenkloster Lawra

Wir sehen die goldenen Kuppeln vom Höhlenkloster, der so genannten Lawra. Geschätzt als  Weltkulturgut der UNESCO, ist dieses Juwel ein Muß für jeden Touristen.

Höhlenkloster Lavra und Mutter-Heimat-Statue in Kiew
Höhlenkloster Lawra und Mutter-Heimat-Statue in Kyiv. Bildquelle: uk.wikipedia.org
Höhlenkloster
Die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale. Foto von Nataliya

Weit glänzen die goldenen Kuppeln der Kirchen und der Glockenturm, und nicht nur deshalb ist das Kloster seit dem 11. Jahrhundert Blüte und Glanz von Kiew. Es vereint Gebäude verschiedener Epochen und Stile über einen Zeitraum von 900 Jahren. Der landesweit größte,  älteste und bedeutendste Klosterkomplex auf der Fläche von rund 25 Hektar mit über 80 Gebäuden besteht aus der Oberen und Unteren Lawra.

Der Große Lawra Glockenturm
Der Große Lawra Glockenturm. Foto von Nataliya
Das Refektorium und die Refektoriumskirche (der Heiligen Anton und Theodossi)
Das Refektorium und die Refektoriumskirche (der Heiligen Anton und Theodossi). Foto von Nataliya
Der Glockenturm in den Fernen Höhlen
Der Glockenturm in den Fernen Höhlen. Foto von Nataliya
Das Panaroma von der Aussichtsterrasse hinter dem Refektorium
Das Panaroma von der Aussichtsterrasse hinter dem Refektorium. Foto von Nataliya
Brunnen von Heiligem Theodossi
Brunnen von Heiligem Theodossi. Foto von Nataliya

In einigen der 11 Kirchen der Oberen und Unteren Lawra und 6 unterirdischen Höhlenkirchen finden Gottesdienste statt. Das Kloster ist auf der Rückseite der Zehn Hrywnja-Note abgebildet.

Im Gegensatz zu byzantinischen Klöstern erfüllte  das Kloster auch die weltliche Aufgaben. Es gab hier eine Schule, eine Klinik und ein Obdachlosenheim. Hier galten die strengen Regeln des Typikon des Studienklosters in Konstantinopel. Die obersten Prinzipien waren Gehorsam, Disziplin, Arbeit, Dienst am Nächsten.

1688 wurde der Name LAWRA offiziell bestätigt. Von den rund tausend Klöstern des Zarenreiches bekam Höhlenkloster diesen Titel als Erstes! Das Kloster spielte auch eine wichtige Rolle im geistlichen Leben und bei der Entwicklung der slawischen Kultur, Wissenschaft, Literatur und Kunst.

Quelle: Günther Schäfer, „Kiew. Rundgänge durch die Metropole am Dnepr“

Beitrag erstellt von Natascha Jazko

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